Traffic generieren auch ohne Google, dank dieser 4 Quellen

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Ohne Google keinen Traffic generieren? Weit gefehlt! Wir zeigen in diesem Artikel vier Alternativen zum Suchmaschinenriesen, um qualitativen Traffic zu generieren.

Auch im Online-Marketing gilt: Wer allzu nachlässig ist und alles auf eine Karte setzt, läuft über kurz oder lang Gefahr, mit seinem Blatt zu verlieren. Im Falle der Traffic-Maschine Google hatte diese Leichtsinnigkeit jüngst für einige Unternehmen unangenehme Folgen. Ein lesenswerter Artikel von t3n zeigt die Folgen für zwei europäische Liniennetzwerke auf, die von Google abgestraft wurden; darunter auch ein deutsches. Dem Suchmaschinenanbieter zufolge verstoßen bezahlte Links gegen ihre Richtlinien. Die Konsequenz für betroffene Unternehmen ist klar: Wer seine Besuche vorzugweise über Google bezieht, hat erst einmal verloren.

Traffic generieren ohne Google is‘ nicht? Von wegen!

Dass im Online-Marketing wenig ohne Google als Traffic-Generator geht, darin sind sich viele Firmen sicherlich einig. Ob man dessen Praktiken und Richtlinien nachvollzieht oder nicht, ist dabei egal: Kaum ein Unternehmen kommt ohne Google aus. Das darf aber keinesfalls bedeuten, Google als alleinige Traffic-Quelle zu nutzen. Wer neben diesem Standbein noch zwei, drei andere Spielbeine in alternativen Quellen vorzuweisen hat, kann sich breiter und vor allem risikoärmer aufstellen. Facebook gilt für viele als der Trafficlieferant Nr. 1, was aber wiederum vorrangig für Inhalte gilt, die im b2b-Bereich eher uninteressant sind.

Es gilt also: Nicht alles ist für jeden geeignet. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Quellen; alle interessant und durchaus beachtenswert. Doch bevor blind in die Black Box gegriffen und wahllos eine Entscheidung getroffen wird, sollte wie sooft die Zielgruppe die Maßgabe sein. Die zentrale Frage dabei muss lauten: Erreiche ich meine Zielgruppe überhaupt über dieses Medium? Somit gilt: Erst nach einer genauen Zielgruppen-Analyse hinsichtlich Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsgrad, On- und Offline-Aktivitäten, Nutzungsverhalten etc. sollte die Wahl für einen weiteren Anbieter getroffen werden. Welche Alternativen sich dabei als besonders lukrativ erwiesen haben, stellen wir im folgenden Abschnitt vor.

1. Traffic generieren: E-Mails und Newsletter

Gerade kleineren und mittelständischen Unternehmen bieten Newsletter und das E-Mail-Marketing zum Traffic generieren einige Vorteile. Besucht ein Verbraucher nach Erhalt eines Newsletters den Internetauftritt, konvertiert dieser in der Regel besser als Besucher anderer Traffic-Quellen. Auch Google muss hier den Hut ziehen. Der Schlüssel zum Erfolg heißt hier sinnvolles Listbuilding. Mit einer durchdachten Listbuilding-Strategie können auch langfristig wichtige Adressen generiert werden. Anschließend können diese dann automatisch mit relevanten Angeboten und Inhalten gespeist werden. Diese Praxis ist in den meisten Online-Shops bereits Gang und Gäbe. Kaum ein Händler, der Kunden und Verbraucher mittlerweile nicht via Newsletter über News und aktuelle Angebote informiert. Welche Möglichkeiten effektives E-Mail-Marketing noch bietet, haben wir in einem Artikel aus dem letzten Jahr beschrieben.

2. Traffic generieren mit New Media: Zielgruppenvernetzung mit Social Media Plattformen

Wem das E-Mail-Marketing trotz aller Vorteile zu „altmodisch“ ist, kann sein Spielbein getrost in den unzähligen Angeboten der Social Media suchen. Getreu dem Motto „Verbinde Dich mit Deiner Zielgruppe“ stehen neben dem „Alltime-Favorite“ Facebook im B2C und B2B auch Plattformen Twitter und YouTube bzw. Xing und LinkedIn zur Verfügung. Mit etwas Einfallsreichtum, ein paar Kniffen und Investitionen lässt sich aus diesen Quellen wertvoller Traffic generieren. Ein interessantes Beispiel dazu. Wer etwas Affinität und Können im Umgang mit Videoformaten beweist, kann auf YouTube lukrative Werbekampagnen schalten. Wie das konkret aussehen kann, erklärt Eric Siu auf OkDork sehr anschaulich. Siu hält hier für Einsteiger eine Reihe von Tricks und Kniffen bereit und erklärt dabei die wichtigsten Einstellungen und Formate.

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Malcom Bell, unter anderem Gründer von Mailcloud, sammelte gar über Facebook einen stolzen Umsatz von 18 Millionen US-Dollar. Wie? Dank bezahlter Werbeformate. Auch dazu kann man stehen, wie man möchte. Unbestreitbar bleibt jedoch das teils unerkannte Potential und jene enorme Reichweite. Organisches Wachstum ist eben nicht alles im Marketing. Auch dazu haben wir erst kürzlich einen interessanten Artikel verfasst.

3. Traffic generieren: Foren als Qualitätsmaschine

Weniger, dafür aber qualifiziertes Publikum generieren Fachforen und sogenannte „Q&A-Portale“ (Frageportale). Besucher dieser Seiten stehen meist unmittelbar vor einer Kaufentscheidung, vergleichen final noch einmal letzte Details und Besonderheiten. Der Vorteil für Händler: Die Nutzer müssen „nur“ noch von der Qualität des eigenen Angebots überzeugt werden. Das Problem liegt hier vor allem im Spaming. Im wahrsten Sinne des Wortes. Solcherlei Fachforen gehen seit längerer Zeit unter einer Flutwelle aus Linkbuildern zu ertrinken. Marketeer, die diese Plattformen für sich nutzen wollen, sollten hier also nichts überstürzen, sich in Ruhe einarbeiten und sorgfältig (nicht aggressiv) vorgehen, um wirklich das volle Potential ausschöpfen zu können.

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 4. Traffic generieren durch Outreach: Zielgruppen-Dialog mittels Blog

Gastbeiträge, Kommentare, Diskussionen – über einen Blog mit seiner Zielgruppe in Kontakt und Dialog zu treten, kann ein wahrer Goldsegen sein. Egal über welches Thema – irgendwo gibt es ihn, den Blog, über den darüber geschrieben wird. Kommentiert wird dabei allerdings von den wenigsten Lesern. Somit gilt: Verfolgen Sie Blogger Ihrer Zielgruppe und hinterlassen Sie Beiträge, wenn Sie es für sinnvoll halten. Hilfreich, interessant, mit Mehrwert für Leser und Verbraucher. Übertreiben sollte man es gerade bei Gastbeiträgen aber nicht. Das hat wiederum gegenteilige Effekte zur Folge, wie beispielsweise Matt Cutts erklärt. Er ist Spam-Fighter bei Google und meint zum Thema: „Wer einen guten, sinnvollen Beitrag auf einem thematisch passenden Portal veröffentlich und zum Beispiel einen Brand-Link in den ,Über den Autor´-Bereich einbaut, sollte kein Problem haben“. Konkret bedeutet dies: Viel hilft nicht immer viel. Penetranz wirkt sich nachteilig aus. Vielmehr sollte also auf den Nutzwert für die Verbraucher geschaut und erst in zweiter Reihe an den eigenen Vorteil gedacht werden. Links nur dann setzen, wenn es hilfreich und sinnvoll ist. Das ist nicht bei jedem Kommentar der Fall! Ein starkes Markenbild ist hier Gold wert.

Die Lösung ist vielgestaltig

Eine breite Aufstellung bietet also in Hinblick auf Sicherheit und Reichweite einige Vorteile gegenüber einer alleinigen Konzentration auf Google als Traffic-Quelle. Mehrere Quellen bedeuten über kurz oder lang höheren Traffic und damit gesteigerten Umsatz. Auch hinsichtlich von Zielgruppengenauigkeit und Qualität kann dem Suchmaschinenriesen ein Schnippchen geschlagen werden.

Autor: M. Fett & O. Marquardt

Quelle: t3n.de Bilder: pixabay.com

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Marquardt+Compagnie ist ein ganzheitlich denkender Markenentwickler mit Marketingkompetenz aus 10 Jahren Kommunikationsarbeit. Bei uns im Blog finden Sie verschiedene Artikel zu den Themen Marketing, Kommunikation und Markenentwicklung.

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