Content monetarisieren: Wie monetarisiere ich meinen Blog?

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Ein Blog zu betreiben ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Ob kleines Startup, etablierter Mittelständler oder enthusiastischer Hobbybastler: Sich auf diese Weise mit anderen auszutauschen, gehört zu einer der einfachsten und gleichzeitig effektivsten Möglichkeiten des Internets. Content zu monetarisieren wird dabei immer interessanter. Vor allem wenn es darum geht, den eigenen Bekanntheitsgrad zu erweitern oder die Aufmerksamkeit neuer potentieller Kunden auf sich zu lenken, bieten einem die reichhaltigen Gestaltungsmöglichkeiten eines Blogs viel Potential. Wer mit seinem Blog allerdings nicht nur einen Dienst an der Gemeinschaft verrichten will, sondern auch Geld verdienen möchte, sollte sich über ein paar grundlegende Dinge klar werden.

Nachdem wir uns im vergangenen Beitrag mit der Frage beschäftigt haben, welche Verdienstmöglichkeiten die App-Branche für Entwickler und Anbieter bereithält, soll es in dieser Woche um Content Monetarisieren. Genauer: Um die Frage, welche Wege es gibt, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Wie monetarisiere ich z.B. einen Blog?

Expertise allein entscheidet über Erfolg… oder etwa nicht?

Wer das Bloggen nicht als bloßen Zeitvertreib und Hobby betrachtet, sondern mit den geposteten Inhalten auch Geld verdienen möchte, sollte sich zunächst einmal über das riesige kostenlose Angebot im Internet bewusst werden. Das heißt, es wird nicht ausreichen, den Entschluss zu fassen: „Ich verdiene mit meinen Texten jetzt Geld!“ und ab sofort sämtlichen Content kostenpflichtig zu veröffentlichen. Mit dieser Variante wird man vermutlich ziemlich schnell auf dem Abstellgleis landen. Als einfache Faustformel können sich Blogger merken: „Schreibe ich darüber, tut es mit Sicherheit auch jemand anderes“. Wenn dieser andere dann auch noch dieselben Inhalte frei zur Verfügung stellt –  was glauben Sie, wohin die Leser gehen werden? Expertise allein reicht also nicht, um effektiv mit einem Blog Geld verdienen zu können. Dennoch sollte sich ein Thema oder Gebiet gesucht werden, mit welchem man sich

a) auskennt, worüber man also tatsächlich Bescheid weiß und

b) welches vor allem gefragt und medienwirksam ist.

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Warum das wichtig ist? Nun, zum einen merken interessierte Leser ziemlich schnell, ob der Blogbetreibende vom Thema Ahnung hat, über welches er gerade schreibt oder ob er seine Texte nur auf Basis sporadisch aus dem Internet gesammelter Informationen zusammenträgt. Ist er dann auch noch so dreist und verlangt für diese Inhalte eine Bezahlung, wirkt sich das nicht gerade geschäftsfördernd aus. Der zweite Punkt ist ebenfalls klar: Wer möchte etwas über veraltete Themen lesen, geschweige denn dafür zahlen, aus denen kein echter Mehrwert mehr gezogen werden kann? Leser wollen jetzt darüber informiert werden, was aktuell angesagt ist, wo sich die eigene Expertise lohnt. Für die Verbraucher muss der Nutzen und Mehrwert klar erkennbar sein. Bildet sich keine positive Kosten-Nutzen-Bilanz, werden User weiter auf kostenfreie Inhalte zurückgreifen. Für Content-Anbieter bedeutet dies ein klares und durchdachtes Verwertungskonzept, bevor über’s Geldverdienen nachgedacht werden kann.

3 Möglichkeiten zum Content Monetarisieren

Nehmen wir an, der erste Schritt sei getan und ein Anbieter hat einen Blog über ein medienwirksames Thema ins Leben gerufen, über welches er Neues und Relevantes zu berichten weiß. Bleibt zunächst die Klärung nach der Frage der Alleinstellungsmerkmale, sprich der Abgrenzung von der unmittelbaren Konkurrenz. In unserem letzten Artikel sind wir bereits auf diesen Punkt eingegangen, deshalb hier nur noch einmal kurz zur Erinnerung: Bezahlungspflichtiger Content muss sich wesentlich von kostenfreien und anderen kostenpflichtigen Inhalten abheben. Mehrwerte, eine herausragend positive Nutzenbilanz für den Verbraucher und zentrale Aspekte müssen sich erkennbar unterscheiden, damit Leser zum Kauf  angeregt und vom Bezahlen überzeugt werden können.

Welche Varianten gibt es nun, den Blog zu monetarisieren? Wir haben 3 Möglichkeiten zusammengetragen:

1. Die Veröffentlichung bezahlter Inhalte. Starten wir mit einer Variante, bei der der Blogtreibende nicht (unbedingt) selbst der Themengeber ist. Manche Unternehmen treibt die Intension an, am Erfolg der Blog-Gemeinschaft teilhaben zu wollen. So gibt es  Unternehmen, die eine Gebühr an den Betreiber zahlen, um einen Artikel auf diesem Blog veröffentlichen zu lassen. Es gibt einige Firmen, die regelmäßig auf der Suche nach passenden Blogs sind, welche über ihre Produkte und Dienstleistungen schreiben. Und sie sind bereit auch, dafür zu bezahlen. Das ganze System nennt sich Linkkauf. Blogbetreiber sollten sich allerdings nicht jedes Angebot annehmen. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn Firmen einem vorschreiben, was genau im Artikel geschrieben werden soll. Auch kann es vorkommen, dass bereits fertige Artikel zur Veröffentlichung angeboten werden. Ein gutes Portal, welches solche Linkverkäufe anbietet, ist zum Beispiel LinkLift.

2. Werbepartner. Ist man im Internet bereits etabliert und füttert den Blog schon etwas länger mit interessantem Content, kann man sich auf die Suche nach Werbepartner machen. Selbstverständlich könnte man sich auch an sogenannten „Affiliate Programmen“ wie beispielsweise Runashop (interessanter Beitrag dazu: Runashop monetarisiert Content mit E-Commerce) bedienen, welche in Frage kommende Werbepartner vermitteln. Voraussetzung dafür: Das Blog zieht täglich eine bestimmte Anzahl von Besuchern auf sich. Dann wird es für die Werbetreibenden spannend, denn so wird die angezeigte Werbung schließlich von vielen potentiellen Kunden betrachtet. Klickt ein Besucher bzw. Leser auf die entsprechende Anzeige, zahlt der Werbetreibende einen kleinen Betrag an den Blogger. AdSense, ein Programm von Google, ist beispielhaft eine Möglichkeit, in wenigen Schritten einfach und unkompliziert Werbeanzeigen zu schalten.
3. Click per sale. Die Generierung von Werbepartnern klingt lukrativ. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass viele Partner das „click per sale“-Verfahren nutzen und nur dann Geld an den Blogger zahlen, wenn Leser auf deren Seite auch etwas kaufen und nicht bloß auf die Anzeige klicken. Um nicht eventuell unangenehm überrascht zu werden, sollten man sich im Vornherein also über die jeweiligen AGBs der Werbetreibenden informieren.

Möchte man also die Möglichkeit ernsthaft in Betracht ziehen, den eigenen Blog zu monetarisieren, stehen verschiedene Modelle zur Auswahl. Achtgeben sollte man dabei allerdings immer auf die jeweiligen AGBs von Partnerprogrammen und Werbetreibenden sowie einen ausreichenden Abgrenzung der geposteten Inhalte von kostenfreien und unmittelbar konkurrierenden Angeboten. In den USA ist der Trend der Content-Monetarisierung bereits seit längerem auf dem Vormarsch. Hierzulande steckt dieser Trend noch in den Kinderschuhen. Allerdings darf man gespannt sein, was die Zukunft bringt. Die ersten Agenturen und Netzwerke für Blogger entstehen bereits und bergen einiges an Potential.

Autoren: M. Fett & O. Marquardt

Quellen: monetarisierung.net;  t3n.de; fashiontrendsetter.de; freelancerwissen.de // pixabay /

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Marquardt+Compagnie ist ein ganzheitlich denkender Markenentwickler mit Marketingkompetenz aus 10 Jahren Kommunikationsarbeit. Bei uns im Blog finden Sie verschiedene Artikel zu den Themen Marketing, Kommunikation und Markenentwicklung.

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