Grüner E-Commerce: Nachhaltigkeit hält Einzug im Online-Handel

>Lesezeit ca: 3 Minute(n)

Nachhaltigkeit-EcommerceGrün, nachhaltig, ökologisch. Seit Verbraucher sich zunehmend nach Alternativen umsehen, ihre persönliche CO2-Bilanz auch beim täglichen Einkauf auf ein Kleinstmaß zu begrenzen, boomt Nachhaltigkeit als Verkaufsargument. Aufgeklärte Kunden wollen nicht länger einfach „nur konsumieren“ – nachhaltig und ökologisch sollte es sein. Was im Einzelhandel bereits mit der Vergrößerung des Fairtrade-Produktpalette und der baldigen Kostenpflicht für Plastiktüten begonnen hat, hält nur ebenfalls Einzug in den Online-Handel. Online-Händler bleibt nichts anderes übrig, als endlich ökologische Verantwortung zu übernehmen, wollen sie auch weiterhin wirtschaftliche Erfolge feiern.

Was bedeutet Nachhaltigkeit im E-Commerce? #mqco

Die Begrifflichkeiten Ökologie und Ökonomie galten lange Zeit als Gegensätze. Erfolgreich war, wer schnell und viel produzierte und verkaufte. Ohne Rücksicht auf Umwelt, Natur oder den eigenen Schadstoffausstoß. Seit sich aufgeklärte Verbraucher jedoch gegen Massentierhaltung und die kommerzielle Fließbandarbeit auflehnen und zunehmend nach alternativen Konsummöglichkeiten rufen, müssen die Konzerne umdenken, wenn sie weiterhin ökologische Erfolge feiern wollen. Das liegt nicht zuletzt an der erstarkten grünen Konkurrenz. Bio und fair ist „in“, Recycling und Ressourcensparsamkeit liegen im Trend.

Doch was bedeutet dieses Umdenken in den Köpfen der Verbraucher eigentlich für den Online-Handel? Ausschließlich Bio-Produkte anbieten, sonst kann man gleich vom Netz gehen? E-Commerce funktioniert seit Beginn an etwas anders als der klassische Einzelhandel. Betreiber müssen nicht resigniert aufgeben, nur weil keine fair gehandelten Baumwollwaren angeboten werden. Vielmehr geht es darum, dass die sogenannten grünen Werte Einzug im Bewusstsein und in der Produktionspolitik des Online-Handels halten. Transparenz und Fairness, Nachhaltigkeit und Ökologie sollten genau wie im Einzelhandel den Ton angeben und Firmenleitwerte werden. Wer sich bisher vor dieser Denkweise gedrückt hat, für den wird es langsam Zeit für einen Werte- und Kulturwandel. Hierbei geht es nicht um idealisierte Gegenwartsutopien. Über kurz oder lang wird es so sein, dass unökologische Prozesse zu Fallstricken werden und das Ende im Wettbewerb einläuten. Der Kundenstamm, dem es noch egal ist, was und wo gekauft wird, Hauptsache es ist billig, wird von Jahr zu Jahr kleiner.

Grünes Online-Geschäft: So funktioniert’s

Ist die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit eines nachhaltigen E-Commerce in’s Bewusstsein gedrungen, bleibt die Frage, was Shop-Betreiber tun können, um auf Grün umzuschalten. Als erstes kommt einem vermutlich das eigene Angebot in den Sinn. Abgesehen von regionalen Bio-Produkten, Lebensmitteln aus ökologischer Produktion oder fair gehandelte Textilien gibt es nämlich noch viele andere Bereiche, in denen die Messlatte Nachhaltigkeit angesetzt und so zum Aushängeschild des neuen, grünen Images werden kann. Ökologische Waren stehen dafür, dass sie weder in Produktion, noch als zu erwerbendes Konsumgut schädlich für Mensch und Natur sind.

Konkret bedeutet das den Komplettverzicht auf Schad- und Giftstoffe sowie die Rückbesinnung auf grundlegende Werte im Umgang mit Mitarbeitern, Käufern und Stakeholdern. Fairness, gegenseitige Wertschätzung und soziale Gerechtigkeit müssen wieder zum Aushängeschild werden und die Basis der eigenen Unternehmenskultur werden. Dabei hat eine nachhaltige Unternehmenskultur noch weitere Vorteile, wie wir in unserem Artikel zeigen konnten.

Als dritten Bereich lassen sich recyclebare Verpackungen und ein grüner Versand identifizieren. Selbst der Paketzusteller DHL hat sich mittlerweile dem Umweltschutz verschrieben. goGreen – Ziel: CO2-Emissionen verringern. Für global agierende Unternehmen ein Muss in heutigen Zeiten.

In der aktuellen Ausgabe des Internethandel-Magazins finden sich neben den beschrieben noch weitere Möglichkeiten grünen E-Commerces, wie etwa Ratgeber zu den Themen Datenschutz, faire Unternehmensführung oder ganz grundlegenden Gebieten wie der Nutzung grünen Stroms oder sogenannter Ethik-Banken.

harley-davidson-459593_1280

Nachhaltigkeit als Gewinnmotor

Am Ende profitieren gleich drei Seiten: Kunden, denen nun auch im E-Commerce die Möglichkeit zum Kauf ökologischer, fairer Produkte offen steht; der Natur und den lange Zeit ausgebeuteten Menschen sowie den Händlern selbst, in dem sie weiterhin konkurrenzfähig bleiben und Gewinne einfahren können. Es lohnt also, sich auch als Online-Händler intensiver mit der Thematik Ökologie auseinander zu setzen.

Autor: M. Fett & O. Marquardt
Quelle: fuer-gruender.de; internethandel.de

Redaktion

Redaktion

Marquardt+Compagnie ist ein ganzheitlich denkender Markenentwickler mit Marketingkompetenz aus 10 Jahren Kommunikationsarbeit. Bei uns im Blog finden Sie verschiedene Artikel zu den Themen Marketing, Kommunikation und Markenentwicklung.

More Posts

Google+ Kommentare