Nach der WM ist vor der WM – Die besten E-Commerce-Strategien 2014

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commerceDas WM-Finalspiel Deutschland – Argentinien war für viele Menschen zweifelsohne einer der Höhepunkte in diesem Jahr. Die E-Commerce-Branche konnte von der Euphorie und Feierstimmung allerdings überhaupt nicht profitieren. Nachdem das Fußballmärchen seit vergangenen Sonntag zu Ende ist, kann die Branche wieder aufatmen. Wir haben den Einbruch im E-Commerce zum Anlass genommen und die erfolgreichsten Strategien und Trends des laufenden Jahres zusammengetragen.

Wenn Deutschland spielt, bricht der E-Commerce zusammen

Zwei kürzlich auf onlinemarketing.de vorgestellte Infografiken zeigen das ganze Ausmaß des Umsatzeinbruchs: Während unsere Jungs auf dem Rasen einen Gegner nach dem anderen ausschalteten, hatte die E-Commerce-Branche wenig Grund zum Jubel. Teilweise schrumpfte der Umsatz im Online-Geschäft um 41 Prozent. Die Gründe dürften kaum verwundern: Während 24 Millionen Menschen die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgten (was dem ZDF nebenbei gesagt die zweitstärksten Einschaltquoten bescherte), hatte dabei wohl kaum jemand Zeit für ausgedehnte Shoppingtouren im Internet. Dies bekam die Branche zu spüren. Allerdings nur temporär.

Die Trikotnachfrage nach einem Spiel stieg immens

Mochten die Online-Händler auch jene 90 Minuten mit einem weinenden Auge betrachten, konnten sie sich umso mehr auf die Stunden und Tage nach einem Deutschland-Sieg freuen: Nach dem grandiosen 4:0 gegen Portugal stießen die Verkaufszahlen der deutschen Nationaltrikots förmlich in die Höhe – um satte 309 Prozent! Der Online-Preisvergleich-Dienst „idealo“ verwandelte den Absatzeinbruch während der Spiele nun in eine interessante Gegenüberstellung. Die Grafiken zeigen einen 24-Stunden-Vergleich eines normalen Wochentages mit einem WM-Spieltag. Außerdem finden sich in Echtzeit getriggerte Einblicke in die Kaufintentionen der Kunden während der Spiele, ein Vergleich „Mobile vs. Desktop-Nutzung“ sowie jene angesprochene Statistik über die Nachfrageexplosion im Trikotverkauf.

Die Traffic-Raten während des Vorrundenspiels Deutschland : Ghana

Umsatz und Traffic-Raten während des Vorrundenspiels Deutschland : Ghana

Die Traffic-Raten während des Spiels Deutschland : Portugal

Die E-Commerce-Zahlen während des Spiels Deutschland : Portugal

Nach der WM: Erholung und aktuelle Trends im E-Commerce

Mehr als die Hälfte des Jahres ist um: Gemäß unseres Monatsschwerpunkts wollen wir schauen, wie der Online-Handel bisher arbeiten konnte und wohin das Marketing-Budget dabei am stärksten floss. Baynote unterstützt unsere Ausführungen wieder mit einer wunderbar übersichtlichen Grafik: Unter dem Slogan „Weltmeisterschaft im E-Commerce“ finden sich die beliebtesten und erfolgversprechenden Strategien der Branche.

Die Ergebnisse auf einen Blick

ecommerceEin Trend sticht die anderen aus: Schon in unserem letzten Artikel zu den Trends im digitalen Marketing konnten wir erkennen, dass Mobile Advertising sowie Multi-Display-Strategien immer mehr an Fahrt aufnehmen und zum Erfolgsgaranten schlechthin avancieren. Die Baynote-Statistik kürt ihren Weltmeister – fast jeder zweite Online-Händler (42 %) investiert in diesen Bereich. Doch der Vorsprung ist denkbar knapp: Auch das Omnichannel-Advertising wird immer wichtiger (30 %). Die Händler scheinen jetzt die Bedeutung eines breit aufgestellten Marketingkonzepts verstanden zu haben. Wer heutzutage gewinnbringend verkaufen und von einer erhöhten Reichweite profitieren möchte, sollte sich vom „Entweder-oder“ im E-Commerce verabschieden. Reines Display bzw. Social-Media-Werben reicht nicht mehr aus. Die Vielfalt, die das Internet und seine Kommunikationskanäle mittlerweile verzeichnet, macht es unablässig, einen erfolgreichen Online Shop breit und vielgestaltig zu vermarkten.

 

Die weiteren Ergebnisse nach Angaben der Händler:

  • 97 % – Analyse von Verkauf und Userverhalten: Der Trend geht hier besonders zu A/B-Testing, MVT und Usability Testing
  • 90 % – positiver ROI dank Cross-Sell-Recommendations und Kundenbewertungen
  • 81 % – Investition ins eigene Branding auf mehreren Kanälen
  • 70 % – Aufteilung des Inventars auf unterschiedliche Kanäle
  • 32 % – Umsatzsteigerung dank Mobile-Commerce (anteilig 10 %)
  • 28 % – Investitionen des Marketing-Budget vornehmlich in Retargeting, Personalization (27 %) und in Big Data oder CRM (27 %)
  • 20 % – Mobile bringt über 30 % des Traffics

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Anhand der Baynote-Grafik lässt sich also ebenfalls klar erkennen, wohin der Trend 2014 und 2015 geht: Mobile wird Standard. Den Unternehmen ist also zu raten, sich dringend in diese Richtung zu orientieren und ihr Angebot für Nutzung und Verkauf auf mobilen Endgeräten zu optimieren. Wir jedenfalls sind von diesen Advertising-Disziplinen überzeugt.

 

Autoren: M. Fett & O. Marquardt

Quellen: onlinemarketing.de

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Marquardt+Compagnie ist ein ganzheitlich denkender Markenentwickler mit Marketingkompetenz aus 10 Jahren Kommunikationsarbeit. Bei uns im Blog finden Sie verschiedene Artikel zu den Themen Marketing, Kommunikation und Markenentwicklung.

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