Starke Arbeitgebermarke: Mittels Employer Branding Mitarbeiter erfolgreich gewinnen

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Contentmarketing_TeamDass ein attraktives Arbeitgeberimage – oder Neudeutsch genannt „Employer Branding“ – zur Differenzierung im Wettbewerb sowie im Rennen um die besten Talente des Arbeitsmarktes entscheidend beiträgt, ist den meisten Personaler mittlerweile bekannt. Aber wie werde ich zur starken Arbeitgebermarke? So verwenden rekrutierende Unternehmen zunehmend Zeit und Aufwand, sich vor potentiellen Mitarbeitern als möglichst innovativ, großzügig oder ökologisch darzustellen – je nach angepeilter Zielgruppe. Weshalb sich für diese Unternehmen trotzdem die Frage nach einem strategischen Personalmanagement lohnt, zeigt sich nicht auf den ersten Blick: Mit markigen Werbeslogans oder kostspieligen Essen und Ausflügen mit den Chefs und Personalern werden heutzutage nur die wenigsten Köpfe beeindruckt, geschweige denn für den Einstieg in den eigenen Betrieb gewonnen. Es ist schlichtweg zum Standard der Personalpolitik geworden. Sucht ein Unternehmen also nach neuen Arbeitskräften und möchte dabei nicht bloß den übriggebliebenen „Rest“ der Konkurrenz abgreifen, ist man gut daran geraten, zielgenaues und differenzierendes Employer Branding zu betreiben. Nachdem wir in der vergangenen Woche unseren neuen Themenschwerpunkt „moderne Markenführung“ gestartet haben, folgt nun der zweite Artikel der Reihe.

Nachhaltige Attraktivität dank starker Arbeitgebermarke

Die Frage, welche sich Personalchefs in diesem Zusammenhang also stellen sollten, ist: Wie mache ich das Unternehmen nachhaltig attraktiv? Die Antwort darauf ist simpel: Durch eine starke Arbeitgebermarke, ein sich abhebendes Unternehmerimage. Während das Buhlen und Werben um Talente in früheren Jahren meist eine teure

Marketingangelegenheit war und nicht selten durch das größte Budget und den trickreichsten Einfallsreichtum entschieden wurde, kommt es beim heutigen Employer Branding verstärkt darauf an, bewusst durch die Arbeitgebermarke das eigene Unternehmensprofil zu schärfen und dieses zeitgleich systematisch und strategisch zu verbessern.

2 Ziele, 2 Zielgruppen: Mitarbeiter gewinnen und langfristig binden

Aus dieser Strategie ergeben sich zwei zentrale Ziele und Zielgruppen, die besprochen werden sollen: Die

  •     Mitarbeitergewinnung (Zielgruppe: Talente, Bewerber) sowie
  •     Mitarbeiterbindung (Zielgruppe: Beschäftigte)

Im Kern dreht sich hier natürlich auch vieles um Marketing, Außendarstellung und Selbstreputation. Neu ist, dass in dieser Konstellation beide Zielgruppen nicht allein Adressaten der Botschaften sind. Sie sind zugleich auch Markenbotschafter. Mitarbeiter als Markenbotschafter – das bedeutet? Employer Branding ist keine kommunikative Einbahnstraße. Es ist ein sich stetig weiterentwickelnder Kommunikationsprozess, welcher auf Transparenz und Feedback setzt. Kurz gesagt: Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter verkörpern eine Marke, anstatt nur für sie zu arbeiten. In Zeiten, in denen Unternehmen zunehmend bewusst wird, dass sie als Arbeitgeber und Dienstleister austauschbar sind, ist die zu einem nicht zu unterschätzenden Ansatz erfolgreicher Personalpolitik und effizienter Differenzierung im Markt geworden. Was einen Markenbotschafter ausmacht, kann folgender Infografik entnommen werden:

Quelle: www.wollmilchsau.de

Quelle: www.wollmilchsau.de

Arbeitgeberimage: Was wollen die Arbeitnehmer?

Jobbewerber wählen ihren Arbeitgeber zusehend danach aus, ob und wie sich dieser von der unmittelbaren Konkurrenz abhebt. Welches Unternehmen passt hier am besten zu den eigenen Fähigkeiten, Interessen und Vorstellungen? Soweit ist diese Einsicht nichts Neues. Allerdings sollte einmal die Frage erlaubt sein, wie viele Arbeitgeber einem spontan in den Sinn kommen, die sich tatsächlich und klar erkennbar vom Wettbewerb abheben? Dann wird’s schon schwieriger. Schaut man sich auf den unzähligen Karriere-Seiten im Internet oder auf diversen Jobmessen um, überkommt einem schnell ein Gefühl des: „Das habe ich doch eben schon gelesen„. Vieles wirkt dabei austauschbar, wenig innovativ und scheint auf in die Jahre gekommenen Konzepten zu basieren. Kein sonderliches gutes Zeichen für potentielle Mitarbeiter, die sich nach neuen Ideen orientieren. Beansprucht ein Unternehmen für sich, die besten Talente einzustellen, sollte die Frage geklärt werden: Was sagt eine solche Strategie über das Unternehmen aus? Standards differenzieren nicht – oder in die falsche Richtung. Welche Einblicke sich Bewerber vorranging wünschen, kann hier nachgelesen werden. Und um es vornweg zu nehmen: Ein Schnappschuss sagt mehr als 1000 Worte…

Differenzierung leicht gemacht: Ein Leitfaden

Wie leicht sich erfolgreiches Employer Branding dann doch gestaltet kann, zeigt dieses Video auf besonders plakative Weise:

Erfolgreiches Employer Branding

Für Unternehmen steht also am Anfang eine ehrliche, offene Analyse und die Klärung folgender Fragen:

  • Was macht uns einzigartig?
  • Was ist unser aktuelles Arbeitgeberimage?
  • Wirken wir auf unsere Arbeitnehmer attraktiv und warum?
  • Warum sollten die Mitarbeiter bei uns bleiben (wollen)?
  • Wirken wir auch auf die Talente attraktiv, die wir gewinnen wollen?
  • Was findet diese Zielgruppe attraktiv?
  • Wo können wir sie erreichen und wie?
  • Wie werden wir attraktiver?
  • Wie können wir uns klarer abgrenzen und positionieren?

Die Antworten auf diese Fragen bieten einen guten Einstieg und praktisches Hilfsmittel, um im härter werdenden Recruitingprozess auch zukünftig in den vordersten Reihen mitmischen zu können. Eine starke, sich abhebende Arbeitgebermarke ist damit Dreh- und Angelpunkt im Bewerbermanagement. Durch nachhaltige Attraktivität, die über reine Marketingkonzepte hinausgeht und damit repräsentativ für die Werte und Ideen des Unternehmens steht, wird sich somit effektiv gegen Konkurrenten und Wettbewerbern durchsetzen können.

Autor: O. Marquardt & M. Fett

Quelle: karrierebibel.de

Bildquelle: pixabay.com

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Marquardt+Compagnie ist ein ganzheitlich denkender Markenentwickler mit Marketingkompetenz aus 10 Jahren Kommunikationsarbeit. Bei uns im Blog finden Sie verschiedene Artikel zu den Themen Marketing, Kommunikation und Markenentwicklung.

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